Aktuelles

Foto einer Tafel in der Ausstellung "Vergessene Opfer des NS-Regimes in Luxemburg"
Tafel in der Ausstellung "Vergessene Opfer des NS-Regimes in Luxemburg"

Wechselausstellung würdigt vergessene Opfer der NS-Verfolgung in Luxemburg – Auch Zeugen Jehovas im Fokus

Das Musée National de la Résistance et des Droits Humains in Esch-sur-Alzette öffnete am 13. März 2024 seine Türen für eine bemerkenswerte Sonderausstellung, die sich den „vergessenen Opfern“ des Nationalsozialismus widmet. Unter ihnen auch die Zeugen Jehovas, deren systematische Verfolgung während der NS-Zeit lange Zeit wenig Beachtung fand.
Screenshot des 2024 Special Report über Eritrea
2024 Special Report über Eritrea

Dreißig Jahre brutale Unterdrückung: Jehovas Zeugen in Eritrea ständigen Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt

Aufgrund eines vom eritreischen Präsidenten unterzeichneten Dekrets, wurden Zeugen Jehovas 1994 wegen ihres christlichen Glaubens ihre Bürgerrechte entzogen. Seither werden sie immer wieder von Seiten der Regierung unterdrückt. Ein aktueller Fall wiegt besonders schwer.
Foto von Elisabeth Dopazo (geb. Fickert), 2023 (Quelle: Privatbesitz Elisabeth Dopazo).
Elisabeth Dopazo (geb. Fickert), 2023 (Quelle: Privatbesitz Elisabeth Dopazo).

95-Jährige erlebt Stolperstein-Verlegung – Familie half jüdischen Nachbarn

Elisabeth Dopazo (95) wird am 4. November 2024 erleben, wie für sie, ihren Bruder und ihre Eltern Stolpersteine in Sachsenburg verlegt werden. Obwohl selbst in der NS-Zeit als Zeugen Jehovas verfolgt, half ihre Familie jüdischen Nachbarn.
Foto der Familie Malkomes vor dem Gartenhaus in Paunsdorf, 1935 (Quelle: Privatarchiv Thomas Künz)
Familie Malkomes vor dem Gartenhaus in Paunsdorf, 1935 (Quelle: Privatarchiv Thomas Künz).

Bewundernswerter Mut – Fünf Stolpersteine erinnern an Familie Malkomes

Die ersten Stolpersteine, die zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus im Leipziger Stadtteil Paunsdorf verlegt werden, sind Erinnerungszeichen für die Familie Malkomes, die als Zeugen Jehovas verfolgt worden sind. Neben den fünf Stolpersteinen für die Familie Malkomes werden am Mittwoch, 2. Oktober, in Leipzig noch 20 weitere Erinnerungszeichen an sechs

Foto der Ausstellungstafel über Familie Liebold in der internationalen Wanderausstellung zum Reichskriegsgericht
Ausstellungstafel über Familie Liebold in der internationalen Wanderausstellung zum Reichskriegsgericht

Internationale Wanderausstellung zum Reichskriegsgericht in Halle/Saale eröffnet

Im Stadtmuseum Halle/Saale ist bis zum 31. Oktober 2024 die Sonderausstellung „Das Reichskriegsgericht 1936 bis 1945. Nationalsozialistische Militärjustiz und die Bekämpfung des Widerstands in Europa“ zu sehen. Die Ausstellung zeigt erstmals umfassend die Strukturen, Akteure und die Dimensionen der Tätigkeit des Reichskriegsgerichts. Das höchste deutsche Militärgericht war auch für die

Foto des Gedenksteins für August Dickmann in der NS-Gedenkstätte Sachsenhausen
Der 1999 eingeweihte Gedenkstein für August Dickmann auf dem Gelände der Gedenkstätte Sachsenhausen (Foto: Falk Bersch).

Gedenken zum 85. Jahrestag der Erschießung August Dickmanns

Am 15. September 2024 erinnerte die Gedenkstätte Sachsenhausen und Jehovas Zeugen mit einer Gedenkveranstaltung an den 85. Jahrestag der Erschießung von August Dickmann im KZ Sachsenhausen. Der Zeuge Jehovas August Dickmann, 1910 in Dinslaken geboren, wurde im Oktober 1936 von der Gestapo verhaftet und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Nach Haftverbüßung

Foto von Emma Tiesel mit Enkeltochter Johanna, 1954. (Quelle: privat.)
Emma Tiesel mit Enkeltochter Johanna, 1954. (Quelle: privat.)

Erster Stolperstein für Zeugen Jehovas in Schwerin

Am 25. September 2024 wird in Schwerin ein Stolperstein zur Erinnerung an die Zeugin Jehovas Emma Tiesel verlegt. Damit erinnert die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns erstmals an ein im Nationalsozialismus verfolgtes Mitglied der Religionsgemeinschaft. Die Bibelforscher waren in Schwerin bereits vor dem Ersten Weltkrieg tätig und ihre Gemeinde war mit etwa 120

Foto der Eröffnungsveranstaltung der Gedenkstätte Hoheneck mit Frank-Walter Steinmeier als Redner
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier während der Festansprache zur Eröffnung der Gedenkstätte Hoheneck (Foto: Falk Bersch).

Gedenkstätte Hoheneck eröffnet

Am 11. Juli 2024 eröffnete Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine neue Gedenkstätte im ehemaligen Frauengefängnis Hoheneck. In dem über den sächsischen Ort Stollberg/Erzgebirge ragenden Schloss waren zwischen 1950 und 1989 um die 8000 Frauen aus politischen Gründen inhaftiert. Unter ihnen befanden sich auch etwa 200 Zeuginnen Jehovas, die in den 1950er

Foto von Hermine Liska
Hermine Liska. Foto: Verein LILA WINKEL

Zeitzeugin Hermine Liska am 1. Juli 2024 verstorben

Die Zeitzeugin Hermine Liska, geboren am 12. April 1930 in St. Walburgen, Kärnten (Österreich), ist am 1. Juli 2024 verstorben. Als Achtjährige verweigerte sie den Hitler-Gruß, was zu Schwierigkeiten in der Schule und letztendlich zur Internierung in der Erziehungsanstalt Adelgunden (München) führte. Trotz Drucks und Repressalien durch die Nationalsozialisten bewahrte