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Das fertige Mahnmal in Form eines hohen, goldglänzenden Baumstamms steht auf einer Lichtung im Berliner Tiergarten; im Hintergrund Bäume und die Hochhäuser am Potsdamer Platz.
Das errichtete Mahnmal nahe dem Goldfischteich, im Hintergrund die Hochhäuser am Potsdamer Platz. Noch ist der Gedenkort eingezäunt – die Übergabe an die Öffentlichkeit folgt am 24. Juni 2026. Foto: Peter Maciol

Das Mahnmal steht: Bronzeskulptur für die verfolgten Zeugen Jehovas im Tiergarten errichtet

Im Berliner Tiergarten ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: Am Donnerstag, dem 28. Mai 2026, wurde das Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas nahe dem Goldfischteich errichtet. Nach monatelanger Arbeit steht die fast fünf Meter hohe und rund zwölf Tonnen schwere Bronzeskulptur nun an ihrem Platz –

Nahaufnahme eines frisch verlegten, goldglänzenden Stolpersteins im Pflaster des Bornbruchwegs 3 in Ueckermünde. Die Inschrift lautet: „HIER WOHNTE MARTHA GEHRKE GEB. GILLMANN JG. 1889 ZEUGIN JEHOVAS VERHAFTET 1936 MEHRERE GEFÄNGNISSE 1937 KZ LICHTENBURG 1939 KZ RAVENSBRÜCK BEFREIT". Links und rechts neben dem Stein liegen zur Einweihung am 19. Mai 2026 niedergelegte rosa und weiße Rosen mit grünen Blättern auf dem dunklen Kopfsteinpflaster.
Stolperstein für Martha Gehrke. Foto: Falk Bersch

500 Stolpersteine für Zeugen Jehovas

Am 19. Mai 2026 gedachte die Stadt Ueckermünde in Vorpommern mit der Verlegung von Stolpersteinen einiger Opfer des NS-Regimes. Unter anderem wurde im Bornbruchweg 3 ein Stolperstein für die Zeugin Jehovas Martha Gehrke eingeweiht – der 500., der an Männer und Frauen aus der christlichen Religionsgemeinschaft erinnert. Stolpersteine sind für

Foto der Übergabe des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland durch den Generalkonsul Thomas Pröpstl
Generalkonsul Thomas Pröpstl übergibt Simone Arnold-Liebster den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland © Jolene Chu

Simone Arnold-Liebster mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet

Am 15. Dezember 2023 überreichte Generalkonsul Thomas Pröpstl der Zeitzeugin Simone Arnold-Liebster in Chambéry, nahe ihrem Wohnort Aix-les-Bains im französischen Savoyen, den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Der deutsche Botschafter in Frankreich, Stephan Steinlein, hatte am 17. August 2023 der an diesem Tag vor 93 Jahren geborenen Simone Arnold-Liebster mitgeteilt, dass

Gesamtansicht der Baustelle des Mahnmals für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas im Berliner Tiergarten. Im Vordergrund das Baustellenbanner am Bauzaun, dahinter die geöffnete Fläche mit Erdarbeiten und Baufahrzeugen. Am Horizont zeichnen sich die Gebäude am Potsdamer Platz ab. Rechts im Hintergrund ist der Baumbestand des Tiergartens zu sehen.
Blick auf die Baustelle nahe dem Goldfischteich im Großen Tiergarten. An diesem historisch bedeutsamen Ort führte die Gestapo am 22. August 1936 eine Verhaftungsaktion gegen Zeugen Jehovas durch, April 2026. Foto: Christoph Wilker.

Bauarbeiten am Mahnmal für verfolgte Zeugen Jehovas haben begonnen

Im Berliner Tiergarten wird derzeit Geschichte greifbar: Die Bauarbeiten am Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas haben planmäßig begonnen. In der Nähe des Goldfischteichs entsteht der Gedenkort, dessen Errichtung der Deutsche Bundestag am 22. Juni 2023 beschlossen hatte. Die Baustelle ist seit April 2026 eingerichtet. Die

Künstler Matthias Leeck und Uwe Langhals von der Arnold-Liebster-Stiftung betrachten ein Segment des Mahnmals für die verfolgten Zeugen Jehovas in einem Metallbetrieb in Wermelskirchen. Die bronzefarbene Skulptur zeigt eine stark zerklüftete Oberflächenstruktur.
Matthias Leeck (links) und Uwe Langhals betrachten ein erstes Segment des Mahnmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Zeugen Jehovas. Die Narben in der bronzefarbenen Oberfläche erzählen vom Leid der Opfer. Foto: Manuel Schmid.

Ein Baum aus Bronze: Das Mahnmal für die verfolgten Zeugen Jehovas nimmt Gestalt an

In einem Metallbetrieb im bergischen Wermelskirchen wird derzeit Geschichte gefräst – im wortwörtlichen Sinne. Dort entsteht das Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas, das am 24. Juni 2026 im Berliner Tiergarten eingeweiht werden soll. Es ist ein besonderer Moment für Matthias Leeck. Zum ersten Mal kann

Dreidimensionale Ansicht des geschlossenen Buches, leicht schräg auf einer beigen Oberfläche stehend mit grauem Hintergrund.
Mock-up des geplanten Buches. Titelbild: Goldfischteich im Berliner Tiergarten um 1930, © Austrian Archives/brandstaetter images/picturedesk.com

Historisches Gedenken in Berlin – Neuveröffentlichung zur Mahnmalenthüllung

Neuerscheinung Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas – Dokumentation der Geschichte eines Gedenkprojekts Veröffentlichung geplant im Herbst 2026 Hardcover, 650 Seiten Über 200 Bilder, Karten und Klappkarten Umfangreiche Verzeichnisse / Statistiken / Chronologien Ihr Widerstand war lebensgefährlich. Denn er richtete sich gegen ein Regime, das keinerlei

Mockup des Buches "Die unbekannten Judenhelfer" von Christoph Wilker in einem Regal
Die unbekannten Judenhelfer | Christoph Wilker

Die unbekannten Judenhelfer: Eine vergessene Seite des Widerstands

Christoph Wilkers Buch „Die unbekannten Judenhelfer“ beleuchtet eine vergessene Seite des Widerstands: Wie Zeugen Jehovas trotz eigener Verfolgung im Nationalsozialismus jüdischen Mitmenschen halfen. In jahrelanger Recherche dokumentiert der Historiker bewegende Einzelschicksale wie das von Dagobert Lewin, der 1942 bei einer Familie von Zeugen Jehovas Schutz fand. Trotz Protestflugblättern, Verweigerung des
Sechs historische Schwarz-Weiß-Fotografien von Männern in Anzügen aus den 1930er/40er-Jahren, collageartig auf einem dunklen Raster-Hintergrund angeordnet. Die leicht schräg gestellten Porträts zeigen Bibelforscher (Zeugen Jehovas), die während des Nationalsozialismus verfolgt wurden. Unter den abgebildeten Personen sind unter anderem Kurt Liebold, Gerhard Liebold und ein Mitglied der Familie Kusserow zu erkennen.
Bibelforscher – unglaublicher Mut © Ständige Konferenz der NS-Gedenkorte im Berliner Raum, Berlin 2026

Kurzfilm „Bibelforscher – unglaublicher Mut“ dokumentiert Verfolgung und Widerstand der Zeugen Jehovas

NEU: Dieses Video ist jetzt auch mit englischen Untertiteln verfügbar. Klicken Sie im YouTube-Player auf das Symbol CC (Untertitel), um sie zu aktivieren. Mit dem Beschluss des Deutschen Bundestages vom 22. Juni 2023, ein Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas zu errichten, rückte auch die Frage

Virtuelles 3D-Modell des geplanten Mahnmals für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas: Eine schlanke, helle Steinsäule mit facettierter, organisch geformter Oberfläche steht auf einer offenen Lichtung, umgeben von Laubbäumen. Eine weiße Figur als Maßstabsreferenz verdeutlicht die Höhe des Mahnmals von etwa vier bis fünf Metern. Bildsynthese von Matthias Leeck, 2026.
Virtuelles Modell des Mahnmals für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas, Matthias Leeck, Bildsynthese, 2026

Mahnmal für verfolgte Zeugen Jehovas wird am 24.06.2026 eingeweiht

Update – April 2026: Die Bauarbeiten am Mahnmal im Berliner Tiergarten haben begonnen. Informationen zum Baufortschritt und zur Anmeldung für den Festakt am 24. Juni 2026 finden Sie in unserem aktuellen Beitrag. Nach 15 Jahren intensiver Bemühungen wird das Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas nun Wirklichkeit: