Eine Gruppe Zeugen Jehovas nach der Befreiung aus dem KZ Mauthausen
Befreiung inhaftierter Zeugen Jehovas aus dem KZ Mauthausen (Archiv Zeugen Jehovas)

Gedenktag 27. Januar: Erinnerung an verfolgte Zeugen Jehovas

Am 27. Januar 2026 gedenkt Deutschland der Opfer des Nationalsozialismus. Jehovas Zeugen gehörten zu den ersten Gruppen, die vom NS-Regime systematisch verfolgt wurden – weil sie den Hitlergruß verweigerten, NS-Organisationen fernblieben und den Kriegsdienst ablehnten. Mehr als 1.700 von ihnen verloren ihr Leben, Tausende wurden in Konzentrationslagern inhaftiert und gefoltert.

Hardcover-Buch mit dunkelblauem Einband und hellgrauem Titelfeld liegt auf einem hellen Holztisch. Titel: „Diskriminierung von Christen in der DDR, Band 2: Maximilian Rosin: Totalverweigerer in den 1960er Jahren", herausgegeben von Christopher Spehr und Roland M. Lehmann, Verlag V&R.
Spehr, Christopher / Lehmann, Roland M. (Hg.): Diskriminierung von Christen in der DDR. Band 2: Maximilian Rosin: Totalverweigerer in den 1960er Jahren. Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht.

Totalverweigerer in der DDR in den 1960er Jahren – Neue Studie erschienen

In der von Christopher Spehr und Roland M. Lehmann herausgegeben Reihe zur Diskriminierung von Christen in der DDR erschien im Herbst die Studie von Maximilian Rosin „Totalverweigerer in den 1960er Jahren“. Damit gibt es erstmals eine umfassende Arbeit zur Wehrdienstverweigerung nach Einführung der Wehrpflicht in der DDR 1962 und Einführung

Foto der Übergabe des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland durch den Generalkonsul Thomas Pröpstl
Generalkonsul Thomas Pröpstl übergibt Simone Arnold-Liebster den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland © Jolene Chu

Simone Arnold-Liebster mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet

Am 15. Dezember 2023 überreichte Generalkonsul Thomas Pröpstl der Zeitzeugin Simone Arnold-Liebster in Chambéry, nahe ihrem Wohnort Aix-les-Bains im französischen Savoyen, den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Der deutsche Botschafter in Frankreich, Stephan Steinlein, hatte am 17. August 2023 der an diesem Tag vor 93 Jahren geborenen Simone Arnold-Liebster mitgeteilt, dass

Podium der 43. Kuratoriumssitzung der Stiftung Denkmal: Julia Klöckner spricht am Mikrofon, neben ihr Uwe Neumärker und zwei weitere Personen an einem Konferenztisch mit Getränken und Namensschildern.
Sitzung des Kuratoriums der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas © Deutscher Bundestag | Thomas Köhler | photothek Nutzungsbedingungen: https://bilddatenbank.bundestag.de/site/nutzungsbedingungen

Kuratorium der Stiftung Denkmal tagte erstmals unter neuem Vorsitz

Die 43. Sitzung des Kuratoriums der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas fand am 27. November 2025 statt – erstmals unter der Leitung von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner. Auf der Agenda standen der Tätigkeitsbericht von Stiftungsdirektor Uwe Neumärker sowie Ausführungen des Beiratssprechers Prof. Dr. Wolfgang Benz. Darüber hinaus wurde Lea

Falk Bersch referierte über die Verfolgungserfahrungen von Jehovas Zeugen
Falk Bersch referierte über die Verfolgungserfahrungen von Jehovas Zeugen. Foto: Franz Michael Zagler.

16. Dialogforum Mauthausen – Die Befreiung und ihre Nachwirkungen

Mauthausen. In der KZ-Gedenkstätte Mauthausen fand vom 19. bis 20. September 2025 das 16. Dialogforum mit dem Titel „Die Befreiung und ihre Nachwirkungen“ statt. Die rund 70 Teilnehmer bekamen einen Einblick in die Zeit nach dem 5. Mai 1945, als das KZ Mauthausen von Angehörigen der U.S. Army befreit wurde.

Mahnmal für verfolgte Zeugen Jehovas wird 2026 eingeweiht

Nach 15 Jahren intensiver Bemühungen wurde nun von der Stiftung Denkmal (www.stiftung-denkmal.de) die Errichtung eines Mahnmals für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas in Europa veranlasst. Die 4,95 Meter hohe Bronze-Skulptur in Form eines Baumstamms wird etwa 10 Tonnen wiegen und ihren Platz im Berliner Tiergarten finden. Die

Mockup des Buches "Die unbekannten Judenhelfer" von Christoph Wilker in einem Regal
Die unbekannten Judenhelfer | Christoph Wilker

Die unbekannten Judenhelfer: Eine vergessene Seite des Widerstands

Christoph Wilkers Buch „Die unbekannten Judenhelfer“ beleuchtet eine vergessene Seite des Widerstands: Wie Zeugen Jehovas trotz eigener Verfolgung im Nationalsozialismus jüdischen Mitmenschen halfen. In jahrelanger Recherche dokumentiert der Historiker bewegende Einzelschicksale wie das von Dagobert Lewin, der 1942 bei einer Familie von Zeugen Jehovas Schutz fand. Trotz Protestflugblättern, Verweigerung des
Foto des Goldfischteichs in Berlin-Tiergarten
Foto des Goldfischteichs in Berlin-Tiergarten

Bewegende Gedenkstunde zum Verbot der Bibelforscher vor 92 Jahren – Rückblick auf die Veranstaltung

Am 24. Juni 2025 jährte sich zum 92. Mal das Verbot der Bibelforscher (Zeugen Jehovas) in Preußen. Zu dem Gedenktag luden die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und die Arnold-Liebster-Stiftung gemeinsam ein. Die Veranstaltung fand am Ort des geplanten Mahnmals für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen

Stolperstein für Walter Hempel, ermordet am 13.12.1944.
Der 450. Für Zeugen Jehovas verlegte Stolperstein erinnert in Dresden an Walter Hempel. Fotografin: Nadine Richter

450 Stolpersteine für verfolgte Zeugen Jehovas

Mit der Verlegung des 450. Stolpersteins für die NS-Opfergruppe der Zeugen Jehovas wurde erneut an das Schicksal dieser Glaubensgemeinschaft erinnert. Er ist Walter Hempel aus Dresden gewidmet, der sich wie viele weitere Zeugen Jehovas aus Gewissensgründen weigerte, die nationalsozialistische Ideologie zu unterstützen. Die Religionsgemeinschaft gehörte zu den ersten Gruppen, deren