Aktuelles

Screenshot der biographischen Datenbank mit Porträts verfolgter Zeugen Jehovas und der Überschrift „Erfahren Sie mehr über die Menschen“.
Screenshot der Startseite des Wissensportals »Biographien verfolgter Zeugen Jehovas«. Quelle: Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, abgerufen am 3. August 2026.

„Biographien verfolgter Zeugen Jehovas“ – neues digitales Wissensportal veröffentlicht

Im Vorfeld der feierlichen Übergabe des Mahnmals für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas an die Öffentlichkeit fand am 18. Juni 2026 im Ort der Information des Holocaust-Denkmals in Berlin eine Pressekonferenz statt. Dabei wurde auch das begleitend zum Mahnmal entstandene digitale Wissensportal zu Verfolgung und Widerstand der

Vier Männer in Anzügen sitzen bei einem Podiumsgespräch in roten Sesseln. Die drei Gesprächspartner auf der linken Seite halten Mikrofone in den Händen, der Moderator rechts stellt mit Mikrofon und Notizzetteln eine Frage. Vor ihnen steht ein niedriger Tisch mit Ablagematten für die Mikrofone und einigen Notizen; im Vordergrund sind Zuhörer aus dem Publikum zu sehen.
Matthias Leeck, Uwe Langhals und Uwe Klages (v. l.) im Gespräch mit Mario Bergmann (r.) über die Entstehung des Mahnmals. Foto: Arnold-Liebster-Stiftung

Veranstaltung am Vortag der Übergabe des Mahnmals für verfolgte Zeugen Jehovas – Hintergründe und Lebensgeschichten

Am Tag vor der Übergabe des Mahnmals für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas an die Öffentlichkeit lud die Arnold-Liebster-Stiftung zu einer Veranstaltung für geladene Gäste in die Akademie der Künste am Pariser Platz – in unmittelbarer Nähe des Brandenburger Tors und des Großen Tiergartens, in dem das

Foto der Übergabe des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland durch den Generalkonsul Thomas Pröpstl
Generalkonsul Thomas Pröpstl übergibt Simone Arnold-Liebster den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland © Jolene Chu

Simone Arnold-Liebster mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet

Am 15. Dezember 2023 überreichte Generalkonsul Thomas Pröpstl der Zeitzeugin Simone Arnold-Liebster in Chambéry, nahe ihrem Wohnort Aix-les-Bains im französischen Savoyen, den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Der deutsche Botschafter in Frankreich, Stephan Steinlein, hatte am 17. August 2023 der an diesem Tag vor 93 Jahren geborenen Simone Arnold-Liebster mitgeteilt, dass

Zahlreiche Gäste sitzen bei sonnigem Wetter auf Stuhlreihen auf einem hölzernen Podest im Freien, einige schützen sich mit Sonnenschirmen und Hüten. Sie blicken zur Bühne unter einem dunklen Zeltdach, wo eine Rednerin an einem Pult steht. Rechts daneben ragt eine mehrere Meter hohe, baumförmige Bronzeskulptur zwischen den Bäumen empor.
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner spricht beim Festakt zur Übergabe des Mahnmals an die Öffentlichkeit. Rechts im Bild die rund fünf Meter hohe Bronzeskulptur in Baumform des Künstlers Matthias Leeck, Berliner Tiergarten, 24. Juni 2026. Foto: Peter Maciol.

Mahnmal für verfolgte Zeugen Jehovas an die Öffentlichkeit übergeben

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Wenn Sie den Inhalt laden, wird eine Verbindung zu YouTube/Google hergestellt. Dabei können personenbezogene Daten, z. B. Ihre IP-Adresse, an Google Ireland Limited als Anbieter von YouTube übertragen und Cookies oder ähnliche Technologien gesetzt werden. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit in den Datenschutzeinstellungen

Das fertige Mahnmal in Form eines hohen, goldglänzenden Baumstamms steht auf einer Lichtung im Berliner Tiergarten; im Hintergrund Bäume und die Hochhäuser am Potsdamer Platz.
Das errichtete Mahnmal nahe dem Goldfischteich, im Hintergrund die Hochhäuser am Potsdamer Platz. Noch ist der Gedenkort eingezäunt – die Übergabe an die Öffentlichkeit folgt am 24. Juni 2026. Foto: Peter Maciol

Das Mahnmal steht: Bronzeskulptur für die verfolgten Zeugen Jehovas im Tiergarten errichtet

Im Berliner Tiergarten ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: Am Donnerstag, dem 28. Mai 2026, wurde das Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas nahe dem Goldfischteich errichtet. Nach monatelanger Arbeit steht die fast fünf Meter hohe und rund zwölf Tonnen schwere Bronzeskulptur nun an ihrem Platz –

Nahaufnahme eines frisch verlegten, goldglänzenden Stolpersteins im Pflaster des Bornbruchwegs 3 in Ueckermünde. Die Inschrift lautet: „HIER WOHNTE MARTHA GEHRKE GEB. GILLMANN JG. 1889 ZEUGIN JEHOVAS VERHAFTET 1936 MEHRERE GEFÄNGNISSE 1937 KZ LICHTENBURG 1939 KZ RAVENSBRÜCK BEFREIT". Links und rechts neben dem Stein liegen zur Einweihung am 19. Mai 2026 niedergelegte rosa und weiße Rosen mit grünen Blättern auf dem dunklen Kopfsteinpflaster.
Stolperstein für Martha Gehrke. Foto: Falk Bersch

500 Stolpersteine für Zeugen Jehovas

Am 19. Mai 2026 gedachte die Stadt Ueckermünde in Vorpommern mit der Verlegung von Stolpersteinen einiger Opfer des NS-Regimes. Unter anderem wurde im Bornbruchweg 3 ein Stolperstein für die Zeugin Jehovas Martha Gehrke eingeweiht – der 500., der an Männer und Frauen aus der christlichen Religionsgemeinschaft erinnert. Stolpersteine sind für

Gesamtansicht der Baustelle des Mahnmals für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas im Berliner Tiergarten. Im Vordergrund das Baustellenbanner am Bauzaun, dahinter die geöffnete Fläche mit Erdarbeiten und Baufahrzeugen. Am Horizont zeichnen sich die Gebäude am Potsdamer Platz ab. Rechts im Hintergrund ist der Baumbestand des Tiergartens zu sehen.
Blick auf die Baustelle nahe dem Goldfischteich im Großen Tiergarten. An diesem historisch bedeutsamen Ort führte die Gestapo am 22. August 1936 eine Verhaftungsaktion gegen Zeugen Jehovas durch, April 2026. Foto: Christoph Wilker.

Bauarbeiten am Mahnmal für verfolgte Zeugen Jehovas haben begonnen

Im Berliner Tiergarten wird derzeit Geschichte greifbar: Die Bauarbeiten am Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas haben planmäßig begonnen. In der Nähe des Goldfischteichs entsteht der Gedenkort, dessen Errichtung der Deutsche Bundestag am 22. Juni 2023 beschlossen hatte. Die Baustelle ist seit April 2026 eingerichtet. Die

Künstler Matthias Leeck und Uwe Langhals von der Arnold-Liebster-Stiftung betrachten ein Segment des Mahnmals für die verfolgten Zeugen Jehovas in einem Metallbetrieb in Wermelskirchen. Die bronzefarbene Skulptur zeigt eine stark zerklüftete Oberflächenstruktur.
Matthias Leeck (links) und Uwe Langhals betrachten ein erstes Segment des Mahnmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Zeugen Jehovas. Die Narben in der bronzefarbenen Oberfläche erzählen vom Leid der Opfer. Foto: Manuel Schmid.

Ein Baum aus Bronze: Das Mahnmal für die verfolgten Zeugen Jehovas nimmt Gestalt an

In einem Metallbetrieb im bergischen Wermelskirchen wird derzeit Geschichte gefräst – im wortwörtlichen Sinne. Dort entsteht das Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas, das am 24. Juni 2026 im Berliner Tiergarten eingeweiht werden soll. Es ist ein besonderer Moment für Matthias Leeck. Zum ersten Mal kann

Dreidimensionale Ansicht des geschlossenen Buches, leicht schräg auf einer beigen Oberfläche stehend mit grauem Hintergrund.
Mock-up des geplanten Buches. Titelbild: Goldfischteich im Berliner Tiergarten um 1930, © Austrian Archives/brandstaetter images/picturedesk.com

Historisches Gedenken in Berlin – Neuveröffentlichung zur Mahnmalenthüllung

Neuerscheinung Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas – Dokumentation der Geschichte eines Gedenkprojekts Veröffentlichung geplant im Herbst 2026 Hardcover, 650 Seiten Über 200 Bilder, Karten und Klappkarten Umfangreiche Verzeichnisse / Statistiken / Chronologien Ihr Widerstand war lebensgefährlich. Denn er richtete sich gegen ein Regime, das keinerlei