Aktuelles

Künstler Matthias Leeck und Uwe Langhals von der Arnold-Liebster-Stiftung betrachten ein Segment des Mahnmals für die verfolgten Zeugen Jehovas in einem Metallbetrieb in Wermelskirchen. Die bronzefarbene Skulptur zeigt eine stark zerklüftete Oberflächenstruktur.
Matthias Leeck (links) und Uwe Langhals betrachten ein erstes Segment des Mahnmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Zeugen Jehovas. Die Narben in der bronzefarbenen Oberfläche erzählen vom Leid der Opfer. Foto: Manuel Schmid.

Ein Baum aus Bronze: Das Mahnmal für die verfolgten Zeugen Jehovas nimmt Gestalt an

In einem Metallbetrieb im bergischen Wermelskirchen wird derzeit Geschichte gefräst – im wortwörtlichen Sinne. Dort entsteht das Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas, das am 24. Juni 2026 im Berliner Tiergarten eingeweiht werden soll. Es ist ein besonderer Moment für Matthias Leeck. Zum ersten Mal kann

Dreidimensionale Ansicht des geschlossenen Buches, leicht schräg auf einer beigen Oberfläche stehend mit grauem Hintergrund.
Mock-up des geplanten Buches. Titelbild: Goldfischteich im Berliner Tiergarten um 1930, © Austrian Archives/brandstaetter images/picturedesk.com

Historisches Gedenken in Berlin – Neuveröffentlichung zur Mahnmalenthüllung

Neuerscheinung Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas – Dokumentation der Geschichte eines Gedenkprojekts Veröffentlichung geplant im Herbst 2026 Hardcover, 650 Seiten Über 200 Bilder, Karten und Klappkarten Umfangreiche Verzeichnisse / Statistiken / Chronologien Ihr Widerstand war lebensgefährlich. Denn er richtete sich gegen ein Regime, das keinerlei

Foto der Übergabe des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland durch den Generalkonsul Thomas Pröpstl
Generalkonsul Thomas Pröpstl übergibt Simone Arnold-Liebster den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland © Jolene Chu

Simone Arnold-Liebster mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet

Am 15. Dezember 2023 überreichte Generalkonsul Thomas Pröpstl der Zeitzeugin Simone Arnold-Liebster in Chambéry, nahe ihrem Wohnort Aix-les-Bains im französischen Savoyen, den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Der deutsche Botschafter in Frankreich, Stephan Steinlein, hatte am 17. August 2023 der an diesem Tag vor 93 Jahren geborenen Simone Arnold-Liebster mitgeteilt, dass

Mockup des Buches "Die unbekannten Judenhelfer" von Christoph Wilker in einem Regal
Die unbekannten Judenhelfer | Christoph Wilker

Die unbekannten Judenhelfer: Eine vergessene Seite des Widerstands

Christoph Wilkers Buch „Die unbekannten Judenhelfer“ beleuchtet eine vergessene Seite des Widerstands: Wie Zeugen Jehovas trotz eigener Verfolgung im Nationalsozialismus jüdischen Mitmenschen halfen. In jahrelanger Recherche dokumentiert der Historiker bewegende Einzelschicksale wie das von Dagobert Lewin, der 1942 bei einer Familie von Zeugen Jehovas Schutz fand. Trotz Protestflugblättern, Verweigerung des
Sechs historische Schwarz-Weiß-Fotografien von Männern in Anzügen aus den 1930er/40er-Jahren, collageartig auf einem dunklen Raster-Hintergrund angeordnet. Die leicht schräg gestellten Porträts zeigen Bibelforscher (Zeugen Jehovas), die während des Nationalsozialismus verfolgt wurden. Unter den abgebildeten Personen sind unter anderem Kurt Liebold, Gerhard Liebold und ein Mitglied der Familie Kusserow zu erkennen.
Bibelforscher – unglaublicher Mut © Ständige Konferenz der NS-Gedenkorte im Berliner Raum, Berlin 2026

Kurzfilm „Bibelforscher – unglaublicher Mut“ dokumentiert Verfolgung und Widerstand der Zeugen Jehovas

NEU: Dieses Video ist jetzt auch mit englischen Untertiteln verfügbar. Klicken Sie im YouTube-Player auf das Symbol CC (Untertitel), um sie zu aktivieren. Mit dem Beschluss des Deutschen Bundestages vom 22. Juni 2023, ein Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas zu errichten, rückte auch die Frage

Virtuelles 3D-Modell des geplanten Mahnmals für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas: Eine schlanke, helle Steinsäule mit facettierter, organisch geformter Oberfläche steht auf einer offenen Lichtung, umgeben von Laubbäumen. Eine weiße Figur als Maßstabsreferenz verdeutlicht die Höhe des Mahnmals von etwa vier bis fünf Metern. Bildsynthese von Matthias Leeck, 2026.
Virtuelles Modell des Mahnmals für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas, Matthias Leeck, Bildsynthese, 2026

Mahnmal für verfolgte Zeugen Jehovas wird am 24.06.2026 eingeweiht

Nach 15 Jahren intensiver Bemühungen wird das Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas nun Wirklichkeit: Im März 2026 beginnen im Berliner Tiergarten in der Nähe des Goldfischteichs die Bauarbeiten. Das Vorhaben geht auf den Beschluss des Deutschen Bundestages vom 22. Juni 2023 zurück und wird vom

„Wir tun so was nicht“ – Die Geschichte eines Mannes, der sich weigerte

Ein Name, der zum Symbol wurde: Wie Joachim Alfermann dem NS-Regime widerstand und Nobelpreisträger Günter Grass tief beeindruckte. Es ist ein ungewöhnlicher Spitzname. Kein Vorname, kein Nachname – einfach ein ganzer Satz, zusammengeschrieben wie ein einziges Wort: Wirtunsowasnicht. Fünf Silben, die mehr über einen Menschen aussagen als jede Biografie es

Eine Gruppe Zeugen Jehovas nach der Befreiung aus dem KZ Mauthausen
Befreiung inhaftierter Zeugen Jehovas aus dem KZ Mauthausen (Archiv Zeugen Jehovas)

Gedenktag 27. Januar: Erinnerung an verfolgte Zeugen Jehovas

Am 27. Januar 2026 gedenkt Deutschland der Opfer des Nationalsozialismus. Jehovas Zeugen gehörten zu den ersten Gruppen, die vom NS-Regime systematisch verfolgt wurden – weil sie den Hitlergruß verweigerten, NS-Organisationen fernblieben und den Kriegsdienst ablehnten. Mehr als 1.700 von ihnen verloren ihr Leben, Tausende wurden in Konzentrationslagern inhaftiert und gefoltert.

Hardcover-Buch mit dunkelblauem Einband und hellgrauem Titelfeld liegt auf einem hellen Holztisch. Titel: „Diskriminierung von Christen in der DDR, Band 2: Maximilian Rosin: Totalverweigerer in den 1960er Jahren", herausgegeben von Christopher Spehr und Roland M. Lehmann, Verlag V&R.
Spehr, Christopher / Lehmann, Roland M. (Hg.): Diskriminierung von Christen in der DDR. Band 2: Maximilian Rosin: Totalverweigerer in den 1960er Jahren. Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht.

Totalverweigerer in der DDR in den 1960er Jahren – Neue Studie erschienen

In der von Christopher Spehr und Roland M. Lehmann herausgegeben Reihe zur Diskriminierung von Christen in der DDR erschien im Herbst die Studie von Maximilian Rosin „Totalverweigerer in den 1960er Jahren“. Damit gibt es erstmals eine umfassende Arbeit zur Wehrdienstverweigerung nach Einführung der Wehrpflicht in der DDR 1962 und Einführung