Falk Bersch referierte über die Verfolgungserfahrungen von Jehovas Zeugen
Falk Bersch referierte über die Verfolgungserfahrungen von Jehovas Zeugen. Foto: Franz Michael Zagler.

16. Dialogforum Mauthausen – Die Befreiung und ihre Nachwirkungen

Mauthausen. In der KZ-Gedenkstätte Mauthausen fand vom 19. bis 20. September 2025 das 16. Dialogforum mit dem Titel „Die Befreiung und ihre Nachwirkungen“ statt. Die rund 70 Teilnehmer bekamen einen Einblick in die Zeit nach dem 5. Mai 1945, als das KZ Mauthausen von Angehörigen der U.S. Army befreit wurde.

Foto des Goldfischteichs in Berlin-Tiergarten
Foto des Goldfischteichs in Berlin-Tiergarten

Bewegende Gedenkstunde zum Verbot der Bibelforscher vor 92 Jahren – Rückblick auf die Veranstaltung

Am 24. Juni 2025 jährte sich zum 92. Mal das Verbot der Bibelforscher (Zeugen Jehovas) in Preußen. Zu dem Gedenktag luden die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und die Arnold-Liebster-Stiftung gemeinsam ein. Die Veranstaltung fand am Ort des geplanten Mahnmals für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen

Stolperstein für Walter Hempel, ermordet am 13.12.1944.
Der 450. Für Zeugen Jehovas verlegte Stolperstein erinnert in Dresden an Walter Hempel. Fotografin: Nadine Richter

450 Stolpersteine für verfolgte Zeugen Jehovas

Mit der Verlegung des 450. Stolpersteins für die NS-Opfergruppe der Zeugen Jehovas wurde erneut an das Schicksal dieser Glaubensgemeinschaft erinnert. Er ist Walter Hempel aus Dresden gewidmet, der sich wie viele weitere Zeugen Jehovas aus Gewissensgründen weigerte, die nationalsozialistische Ideologie zu unterstützen. Die Religionsgemeinschaft gehörte zu den ersten Gruppen, deren

Teilnehmer an der Gedenkfeier "Niemals wieder!" zum 80. Jahrestages der Befreiung des KZ Mauthausen vor einem Denkmal.
Teilnehmer an der Gedenkfeier "Niemals wieder!" zum 80. Jahrestages der Befreiung des KZ Mauthausen. Foto: Verein Lila Winkel.

Internationale Befreiungsfeier zum 80. Jahrestag der Befreiung in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Am Sonntag, dem 11. Mai 2025, fand in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen die internationale Befreiungsfeier statt, die in diesem Jahr einen besonderen Stellenwert hatte: Sie erinnerte an den 80. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen und seiner zahlreichen Außenlager. Die Veranstaltung stand unter dem bedeutungsvollen Motto „Gemeinsam für ein Niemals wieder!

Familie Hempel sitzt mit Enkel Hans im Wohnzimmer und hört Walter Hempel zu, der aus der Bibel vorliest.
Walter Hempel liest seiner Frau Helene, seiner Tochter Hildegard und seinem Enkel Hans aus der Bibel vor (Foto: Privat)

Sechs Stolpersteine für eine mutige Familie aus Dresden

Walter Hempel, der von der NS-Diktatur zum Tode und in der DDR zu 10 Jahren Haft verurteilt wurde, ist der 450. Zeuge Jehovas im deutschsprachigem Raum, an den ein Stolperstein erinnern wird. Der Schneidermeister Walter Hempel wurde 1895 in Dresden geboren. Er diente im Ersten Weltkrieg als Soldat. Mit seiner

Porträt von Hermann Göschler
Porträt von Hermann Göschler. Quelle: Verein Lila Winkel

Erster Stolperstein in St. Veit erinnert an mutigen Zeugen Jehovas

Am 2. Dezember 2024 wurde in der Lindengasse 2 in St. Veit an der Glan der erste Stolperstein des Bezirks verlegt. Er erinnert an Hermann Göschler, einen jungen Mann, der 1939 wegen „Wehrkraftzersetzung“ von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde. Wer war Hermann Göschler? Hermann Göschler wurde am 20. Februar 1915 in

Foto einer Tafel in der Ausstellung "Vergessene Opfer des NS-Regimes in Luxemburg"
Tafel in der Ausstellung "Vergessene Opfer des NS-Regimes in Luxemburg"

Wechselausstellung würdigt vergessene Opfer der NS-Verfolgung in Luxemburg – Auch Zeugen Jehovas im Fokus

Das Musée National de la Résistance et des Droits Humains in Esch-sur-Alzette öffnete am 13. März 2024 seine Türen für eine bemerkenswerte Sonderausstellung, die sich den „vergessenen Opfern“ des Nationalsozialismus widmet. Unter ihnen auch die Zeugen Jehovas, deren systematische Verfolgung während der NS-Zeit lange Zeit wenig Beachtung fand.
Foto von Elisabeth Dopazo (geb. Fickert), 2023 (Quelle: Privatbesitz Elisabeth Dopazo).
Elisabeth Dopazo (geb. Fickert), 2023 (Quelle: Privatbesitz Elisabeth Dopazo).

95-Jährige erlebt Stolperstein-Verlegung – Familie half jüdischen Nachbarn

Elisabeth Dopazo (95) wird am 4. November 2024 erleben, wie für sie, ihren Bruder und ihre Eltern Stolpersteine in Sachsenburg verlegt werden. Obwohl selbst in der NS-Zeit als Zeugen Jehovas verfolgt, half ihre Familie jüdischen Nachbarn.
Foto der Familie Malkomes vor dem Gartenhaus in Paunsdorf, 1935 (Quelle: Privatarchiv Thomas Künz)
Familie Malkomes vor dem Gartenhaus in Paunsdorf, 1935 (Quelle: Privatarchiv Thomas Künz).

Bewundernswerter Mut – Fünf Stolpersteine erinnern an Familie Malkomes

Die ersten Stolpersteine, die zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus im Leipziger Stadtteil Paunsdorf verlegt werden, sind Erinnerungszeichen für die Familie Malkomes, die als Zeugen Jehovas verfolgt worden sind. Neben den fünf Stolpersteinen für die Familie Malkomes werden am Mittwoch, 2. Oktober, in Leipzig noch 20 weitere Erinnerungszeichen an sechs