Emma (links) und Eugénie (rechts) ungefähr fünf Wochen nach der Rückkehr Emmas aus dem Lager
Emma (links) und Eugénie (rechts) ungefähr fünf Wochen nach der Rückkehr Emmas aus dem Lager

Biographie Emma Arnold – Kapitel 6 (1945-1979): Rückkehr ins Leben

Im Winter 1944-1945 überquerten die Alliierten den Rhein. Alle gefährlichen Gefangenen sollten in andere Lager nach Deutschland evakuiert werden. Emma sollte nach Ravensbrück verlegt werden. Aber es gab keine Zugverbindung von Gaggenau dorthin. Einige SS Wachen zwangen Emma, zusammen mit einer Gruppe männlicher Gefangener zu laufen. Sie machten an einem Kriegsgefangenenlager Pause, aber als der

Die fünf Schwestern im Jahr 1950
Die fünf Schwestern im Jahr 1950

Biographie Emma Arnold – Kapitel 5 (1943-1945): Verhaftung

Ungefähr fünf Wochen nachdem Simone am 24.08.1943 weggegangen war, stieg ein Feldhüter hinauf nach Bergenbach. Emma dachte sich, daß er ihretwegen kam. Bevor er den Hof erreichen konnte, lief sie ihm entgegen, um ihrer Mutter den Schock zu ersparen. Der Man übergab ihr ein Schriftstück. Es befahl ihr, sich sofort bei der Polizei in

Emma Arnold als junge Frau
Emma Arnold als junge Frau

Biographie Emma Arnold – Kapitel 4 (1942-1943): Der Mut einer Mutter

Der erste eisige Winter, den Emma und Simone allein durchstehen mußten, war gekommen. Die langsam brennenden Kohlen hielten den Ofen über Nacht in Gang. Morgens waren die Fenster mit Eis bedeckt und zugefroren. Emma mußte ein glühend heißes Bügeleisen benutzen, um die Fenster aufzutauen. Durch die Kriegsrationierungen gab es nur noch das Notwendigste zu

Simone mit Germain in Bergenbach oberhalb des Dorfes Oderen
Simone mit Germain in Bergenbach oberhalb des Dorfes Oderen

Biographie Emma Arnold – Kapitel 3 (1940-1941): Weltkrieg und Verfolgung

Die deutsche Armee umging die Maginot Linie und fiel im Juni 1940 in Frankreich ein, wo sie mit Gewalt das ehemals deutsche Elsaß zurückeroberten. Emma befürchtete, daß der durch den Krieg verursachte Mangel das Stadtleben hart treffen würde. Ihre Schwester Eugenie hatte vor, in dem Dorf Oderen Zuflucht zu suchen. Emma bat ihre mürrische Schwester,

Eugénie (19 Jahre) ging gerne Samstagabends tanzen
Eugénie (19 Jahre) ging gerne Samstagabends tanzen

Biographie Emma Arnold – Kapitel 2 (1923-1939): Ehefrau und Mutter

Eugenie wuchs zu einer lebendigen jungen Dame heran. Sie liebte es, Samstags abends tanzen zu gehen. Emma mußte als ihre Anstandsdame mitgehen. Sie saß den ganzen Abend da und wartete, bis Eugenie alle ihre Tanzpartner müde getanzt hatte. Ein junger Mann namens Adolphe Arnold saß oft an einem Tisch in

Mit 13 Jahren fing Emma an, den ganzen Tag in einer Baumwoll-spinnerei zu arbeiten
Mit 13 Jahren fing Emma an, den ganzen Tag in einer Baumwoll-spinnerei zu arbeiten

Biographie Emma Arnold – Kapitel 1 (1898-1922): Die Tochter eines Fremden

Am 17. April 1898 wurde Emma in Straßburg, der Hauptstadt des Elsaß, als Kind von Marie und Andreas Fiorvante Bortot geboren. Sie hatte die helle Hautfarbe und die blauen Augen ihrer Mutter ebenso wie die pechschwarzen Haare ihres italienischen Vaters geerbt. Die bevorstehende Geburt gab kaum Anlass zur Freude. Ihre

Emma Arnold als junge Frau
Emma Arnold als junge Frau

Kurzbiographie Emma Arnold

Emma Arnold, geborene Bortot, wurde am 17. April 1898 in Straßburg, Elsaß, geboren. Im zarten Alter von vier Jahren hatte sie bereits ihren Vater verloren. Sie wuchs in Armut auf einem Bauernhof in den Bergen auf. Die französischen und deutschen Armeen kämpften während des ersten Weltkrieges auf den Schlachtfeldern in

Die vereinte Familie 1977 vor dem Haus. Von links nach rechts: Max, Simone, Emma, Adolphe, Eugénie
Die vereinte Familie 1977 vor dem Haus. Von links nach rechts: Max, Simone, Emma, Adolphe, Eugénie

Biographie Adolphe Arnold – Kapitel 9 (1963-1977): Erfülltes Leben und friedliches Lebensende

Die Arnolds fanden im wunderschönen Alpenstädtchen Aix-Les-Bains, wo es noch keine Versammlung der Zeugen Jehovas gab, ein neues Zuhause. Es war Adolphes Herzenswunsch weiterhin an dem Werk der Verkündigung der Hoffnung auf das bevorstehende Königreich Gottes teilzunehmen, und in aller Ergebenheit half er Vielen, Glauben an biblische Verheißungen zu entwickeln.

Adolphe Arnold einen Monat nach seiner Befreiung, als er sich mit Hilfe seiner Frau langsam erholte
Adolphe Arnold einen Monat nach seiner Befreiung, als er sich mit Hilfe seiner Frau langsam erholte

Biographie Adolphe Arnold – Kapitel 8 (1945-1963): Wiederaufbau der Familie

Im Rote-Kreuz-Lager konnten sich die ehemaligen Gefangenen an Milch- und Reisbrei satt essen. Anfangs verzehrte Adolphe bis zu zwei Liter pro Mahlzeit. Allmählich kam er wieder zu Kräften. Doch seine seelische Verfassung war eine ganz andere Angelegenheit. Peinigende Unsicherheit plagte ihn. Es waren schon sechs Monate vergangen, seit er das