Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas

Das fertige Mahnmal in Form eines hohen, goldglänzenden Baumstamms steht auf einer Lichtung im Berliner Tiergarten; im Hintergrund Bäume und die Hochhäuser am Potsdamer Platz.
Das errichtete Mahnmal nahe dem Goldfischteich, im Hintergrund die Hochhäuser am Potsdamer Platz. Noch ist der Gedenkort eingezäunt – die Übergabe an die Öffentlichkeit folgt am 24. Juni 2026. Foto: Peter Maciol

Das Mahnmal steht: Bronzeskulptur für die verfolgten Zeugen Jehovas im Tiergarten errichtet

Im Berliner Tiergarten ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: Am Donnerstag, dem 28. Mai 2026, wurde das Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas nahe dem Goldfischteich errichtet. Nach monatelanger Arbeit steht die fast fünf Meter hohe und rund zwölf Tonnen schwere Bronzeskulptur nun an ihrem Platz –

Gesamtansicht der Baustelle des Mahnmals für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas im Berliner Tiergarten. Im Vordergrund das Baustellenbanner am Bauzaun, dahinter die geöffnete Fläche mit Erdarbeiten und Baufahrzeugen. Am Horizont zeichnen sich die Gebäude am Potsdamer Platz ab. Rechts im Hintergrund ist der Baumbestand des Tiergartens zu sehen.
Blick auf die Baustelle nahe dem Goldfischteich im Großen Tiergarten. An diesem historisch bedeutsamen Ort führte die Gestapo am 22. August 1936 eine Verhaftungsaktion gegen Zeugen Jehovas durch, April 2026. Foto: Christoph Wilker.

Bauarbeiten am Mahnmal für verfolgte Zeugen Jehovas haben begonnen

Im Berliner Tiergarten wird derzeit Geschichte greifbar: Die Bauarbeiten am Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas haben planmäßig begonnen. In der Nähe des Goldfischteichs entsteht der Gedenkort, dessen Errichtung der Deutsche Bundestag am 22. Juni 2023 beschlossen hatte. Die Baustelle ist seit April 2026 eingerichtet. Die

Künstler Matthias Leeck und Uwe Langhals von der Arnold-Liebster-Stiftung betrachten ein Segment des Mahnmals für die verfolgten Zeugen Jehovas in einem Metallbetrieb in Wermelskirchen. Die bronzefarbene Skulptur zeigt eine stark zerklüftete Oberflächenstruktur.
Matthias Leeck (links) und Uwe Langhals betrachten ein erstes Segment des Mahnmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Zeugen Jehovas. Die Narben in der bronzefarbenen Oberfläche erzählen vom Leid der Opfer. Foto: Manuel Schmid.

Ein Baum aus Bronze: Das Mahnmal für die verfolgten Zeugen Jehovas nimmt Gestalt an

In einem Metallbetrieb im bergischen Wermelskirchen wird derzeit Geschichte gefräst – im wortwörtlichen Sinne. Dort entsteht das Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas, das am 24. Juni 2026 im Berliner Tiergarten eingeweiht werden soll. Es ist ein besonderer Moment für Matthias Leeck. Zum ersten Mal kann

Dreidimensionale Ansicht des geschlossenen Buches, leicht schräg auf einer beigen Oberfläche stehend mit grauem Hintergrund.
Mock-up des geplanten Buches. Titelbild: Goldfischteich im Berliner Tiergarten um 1930, © Austrian Archives/brandstaetter images/picturedesk.com

Historisches Gedenken in Berlin – Neuveröffentlichung zur Mahnmalenthüllung

Neuerscheinung Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas – Dokumentation der Geschichte eines Gedenkprojekts Veröffentlichung geplant im Herbst 2026 Hardcover, 650 Seiten Über 200 Bilder, Karten und Klappkarten Umfangreiche Verzeichnisse / Statistiken / Chronologien Ihr Widerstand war lebensgefährlich. Denn er richtete sich gegen ein Regime, das keinerlei

Sechs historische Schwarz-Weiß-Fotografien von Männern in Anzügen aus den 1930er/40er-Jahren, collageartig auf einem dunklen Raster-Hintergrund angeordnet. Die leicht schräg gestellten Porträts zeigen Bibelforscher (Zeugen Jehovas), die während des Nationalsozialismus verfolgt wurden. Unter den abgebildeten Personen sind unter anderem Kurt Liebold, Gerhard Liebold und ein Mitglied der Familie Kusserow zu erkennen.
Bibelforscher – unglaublicher Mut © Ständige Konferenz der NS-Gedenkorte im Berliner Raum, Berlin 2026

Kurzfilm „Bibelforscher – unglaublicher Mut“ dokumentiert Verfolgung und Widerstand der Zeugen Jehovas

NEU: Dieses Video ist jetzt auch mit englischen Untertiteln verfügbar. Klicken Sie im YouTube-Player auf das Symbol CC (Untertitel), um sie zu aktivieren. Mit dem Beschluss des Deutschen Bundestages vom 22. Juni 2023, ein Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas zu errichten, rückte auch die Frage

Virtuelles 3D-Modell des geplanten Mahnmals für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas: Eine schlanke, helle Steinsäule mit facettierter, organisch geformter Oberfläche steht auf einer offenen Lichtung, umgeben von Laubbäumen. Eine weiße Figur als Maßstabsreferenz verdeutlicht die Höhe des Mahnmals von etwa vier bis fünf Metern. Bildsynthese von Matthias Leeck, 2026.
Virtuelles Modell des Mahnmals für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas, Matthias Leeck, Bildsynthese, 2026

Mahnmal für verfolgte Zeugen Jehovas wird am 24.06.2026 eingeweiht

Update – April 2026: Die Bauarbeiten am Mahnmal im Berliner Tiergarten haben begonnen. Informationen zum Baufortschritt und zur Anmeldung für den Festakt am 24. Juni 2026 finden Sie in unserem aktuellen Beitrag. Nach 15 Jahren intensiver Bemühungen wird das Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas nun Wirklichkeit:

Foto von Deliana Rademakers. Copyright Jehovas Zeugen in Deutschland, K. d. ö. R.
Foto von Deliana Rademakers. Copyright Jehovas Zeugen in Deutschland, K. d. ö. R.

Mahnmal für verfolgte und ermordete Zeugen Jehovas erhält einstimmiges Votum

Am 22. Juni 2023 hat der Deutsche Bundestag einstimmig die Errichtung eines Mahnmals für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas beschlossen. Das Mahnmal soll im Berliner Tiergarten, nahe dem Goldfischteich, durch die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas errichtet werden. Es soll aus einer Gedenkskulptur und Informationstafeln

Befreiung inhaftierter Zeugen Jehovas aus dem KZ Mauthausen (Archiv Zeugen Jehovas)
Befreiung inhaftierter Zeugen Jehovas aus dem KZ Mauthausen (Archiv Zeugen Jehovas)

Anhörung zu geplantem Mahnmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Zeugen Jehovas

Am Montag, dem 22. Mai 2023, um 11 Uhr, befasste sich der Ausschuss für Kultur und Medien mit dem Antrag für ein Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas. Die Sitzung kann in der Mediathek des Bundestages abgerufen werden. Weitere Informationen: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2023/kw21-pa-kultur-mahnmal-949012 https://www.sueddeutsche.de/politik/geschichte-berlin-parlamentarier-wollen-mahnmal-fuer-zeugen-jehovas-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-230511-99-655570

Befreiung inhaftierter Zeugen Jehovas aus dem KZ Mauthausen (Archiv Zeugen Jehovas)
Befreiung inhaftierter Zeugen Jehovas aus dem KZ Mauthausen (Archiv Zeugen Jehovas)

Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas in Europa

Der Bundestag hat am 11. Mai 2023 in erster Lesung über ein Denkmal beraten, für das sich die Arnold-Liebster-Stiftung seit vielen Jahren einsetzt: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2023/kw19-de-mahnmal-zeugen-jehovas-945488 Die Debatte kann in der Mediathek des Bundestages abgerufen werden. Die wörtliche Mitschrift der Sitzung finden Sie im Plenarprotokoll ab Seite 12529 unter dem Tagesordnungspunkt 19