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Zeitzeugin Hermine Liska am 1. Juli 2024 verstorben

Die Zeitzeugin Hermine Liska, geboren am 12. April 1930 in St. Walburgen, Kärnten (Österreich), ist am 1. Juli 2024 verstorben.

Als Achtjährige verweigerte sie den Hitler-Gruß, was zu Schwierigkeiten in der Schule und letztendlich zur Internierung in der Erziehungsanstalt Adelgunden (München) führte. Trotz Drucks und Repressalien durch die Nationalsozialisten bewahrte sie ihre christliche Überzeugung. Als sich zum Beispiel einer ihrer Brüder bereit erklärte den Militärdienst durchzuführen und der Heimleiter sie aufforderte ihn nachzuahmen, sagte sie entschlossen: „Ich bin nicht ein Nachfolger meines Bruders, sondern ich bin ein Nachfolger Jesu Christi.“.

Seit 2002 war Hermine anerkannte Zeitzeugin des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung und besuchte unermüdlich Schulen in ganz Österreich um an die Verfolgung und Unterdrückung unter dem NS-Regime zu erinnern. Ca. 200.000 Schüler haben an den Veranstaltungen teilgenommen. Außerdem wurde sie 2015 gemeinsam mit dem Autor und Filmemacher Bernhard Rammerstorfer an Eliteuniversitäten in den USA eingeladen. Ihre aufopferungsvolle Tätigkeit wurde am 12. Mai 2016 gewürdigt, als ihr das Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark verliehen wurde.

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